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Im Ausbildungsfach Theorie lernt der Schüler nicht nur die für einen Budo-ka obligatorischen Verhaltensweisen in und außerhalb des Übungsraumes sowie geschichtliche und
philosophische Hintergründe der verschiedenen Kampfsysteme, sondern erfährt auch taktische und psychologische Hinweise zum Verhalten in kritischen Situationen. Der typische Ausbildungsinhalt ist
jedoch die Vermittlung der gesetzlichen Grundlagen der Selbstverteidigung.
Ferner wird im Bereich Theorie ein über die reine Praxis hinausgehendes Wissen über
Anwendungs-, Ausführungs- und Wirkungsprinzipien der verschiedenen Techniken vermittelt. Damit im unmittelbaren Zusammenhang stehen auch Grundkenntnisse der
menschlichen Anatomie, sowie über Vital- (Angriffs-) Punkte am menschlichen Körper und Kenntnisse der “Ersten Hilfe”. Auch zweckmäßiges taktisches Verhalten in kritischen
Situationen wird in der Theorie angesprochen, denn wie bei allem gilt auch hier, daß dies geübt werden muß wenn man (Frau) es - besonders in Stressituationen, die
Selbstverteidigungssituationen zweifellos sind - können will.
Die Theorie beruht nicht zuletzt auf einem historischen Hintergrund: In den traditionellen Zen-
und Kampfkunstschulen Asiens galt es als unhöflich und respektlos, den Lehrer während des Unterrichtes anzusprechen bzw. ihm Fragen zu stellen.
Hierzu hatte der Schüler ausschließlich im Rahmen des sogenannten Lehrgespräches (“Mundo”) Gelegenheit. In diesem war es ihm ausdrücklich erlaubt, an den Meister eine Frage zu richten; dieser musste sie beantworten.
Die Disziplin Theorie knüpft an diese Tradition an.
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