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Die Selbstverteidigungstechniken sind eine zweckmäßige und zielgerichtete Verbindung der einzelnen Elemente der Grunddisziplinen.
In der Selbstverteidigung kommen gleichermaßen Tritt-, Stoß-, Schlag- und Stichtechniken, Wurf- und Hebeltechniken, sowie auch Würge- und Festhaltetechniken zum Einsatz, die durch die Bewegungschule dynamisiert werden. Ziel ist es dabei, den von einem Partner vorgetragenen Angriff möglichst einfach und effektiv, aber unter Beachtung der rechtlichen Belange der Selbstverteidigung abzuwehren.
Die Selbstverteidigungstechniken können entweder durch das Ausbildungsprogramm
eines Systems vorgegeben sein (wie z. B. im Allkampf), oder vom Aktiven selbst zusammengestellt werden (wie z. B. im Ju-Jitsu). Beide Methoden haben Vor- und
Nachteile, auf die bei den Budo-Disziplinen weiter eingegangen wird.
Eines muß allerdings an dieser Stelle nochmals deutlich angesprochen werden:
Jede stilistische Eischränkung oder Kampfkunst-spezifische Ablehnung bestimmter Techniken, insbesondere individuelle technische Experimente, welche sich z. B. nur an
Show oder Wettkampf orientieren, sind in der realistischen Selbstverteidigung absolut fehl am Platze. Sie gefährden z. B. bei
Schlägereien, (versuchten) Vergewaltigungen und Messerstechereien Leib und Leben !
Auch wenn das Training der Selbstverteidigungstechniken nicht explizit auf die Entwicklung des “Do” abzielt und einen
praktischen Hintergrund hat, ist dazu ein gewisses Maß an Körper- und Selbstbeherrschung unabdingbar. Dies nicht nur, um
die Techniken korrekt und konsequent ausführen zu können, sondern auch, um “Herr über sich selbst” zu bleiben - und nicht nach erfolgter Abwehr selbst zum Aggressor zu werden.
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