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Im freien Angriff herrscht - im Gegensatz zum freien Kampf - keine Bindung mehr an an einen bestimmten Budo - Stil bzw. -disziplin. Es wird nichts vorweg abgesprochen sowie auch ist die Anzahl der Angreifer nicht festgelegt ist. Im freien Angriff sind also alle Formen der Bedrohung und des Angriffes möglich. Damit wird die Beherrschung aller Techniken unter schwierigen, dem Ernstfall nahestehenden Umständen demonstriert. Es gilt, gegnerische Attacken im Ansatz zu erkennen und abzuwehren.
Zum Einsatz kommen hierbei die eintrainierten Selbstverteidigungstechniken ebenso,
wie Elemente des Kampfes und - sollte es die Situation erfordern - auch Techniken der Fallschule.
Die jahrelang studierten theoretischen Kenntnisse und eingeübten prakrischen
Techniken, sowie die erworbenen Erfahrungen und die durch ein ernsthaftes Üben erworbene persönliche Reife ermöglichen es dem Übenden, jede Situation zu erkennen und zu meistern.
Der Verteidiger wendet reaktionsschnell und sicher die erlernten Abwehren
entsprechend der Situation an und beachtet dabei obligatorisch die rechtlichen Aspekte der Selbstverteidigung. Grundlage seiner Handlungen muß stets Körper- und Selbstbeherrschung sein.
Neben der Vorbereitung auf einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall stellt der freie Angriff hohe Ansprüche an Reaktion und
Timing, Kraft und Kondition, Übersicht und Raumeinteilung, rationelles Bewegen sowie schnelles und konsequentes Anwenden der Selbstverteidigungstechniken.
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